Keine Einigung über Zuckermarktordnung

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Der französischen EU-Ratspräsidentschaft ist es am Dienstag in Brüssel nicht gelungen, die Reformpläne der EU-Kommission für die Zuckermarktordnung im Vorfeld zu blockieren. Die Kommission hatte eine Verlängerung des Quotensystems und der gestützen Preise um zwei Jahre vorgeschlagen. Eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten sprach sich jedoch dafür aus, die Frist um drei auf fünf Jahre zu verlängern. Außerdem lehnt sie eine Abschaffung der Lagerkostenbeihilfe und eine Quotenkürzung ab. Lediglich Großbritannien, Schweden, Dänemark und die Niederlande begrüßen den Kommissionsvorschlag. Die Befürworter haben verhindert, dass die von der Mehrheit gewünschte Verlängerung der heutigen Marktordnung um fünf Jahre in die Schlussfolgerungen des Agrarministerrates übernommen wurden, wie es sich die französische Ratspräsidentschaft gewünscht hatte. Deshalb ist für die Beratungen des Zuckerregimes unter der schwedischen Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2001 formal noch alles offen. (Mö)
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