Baywa

Keine Entlastung für Josef Krapf


Vorstand und Aufsichtsrat der Baywa AG, München, beabsichtigen, dem bisherigen Agrarvorstand des Mischkonzerns, Dr. Josef Krapf, auf der Hauptversammlung am 19. Mai die Entlastung zunächst zu versagen. Wie aus der Einladung zur 92. ordentlichen Hauptversammlung der Baywa hervorgeht, soll die Beschlussfassung über eine Entlastung von Krapf für das Geschäftsjahr 2014 auf einen späteren Zeitpunkt vertagt werden.

Obwohl der Vertrag von Josef Krapf noch bis 2017 läuft, musste er zum 31. März dieses Jahres die Baywa verlassen. Er gehörte seit 2002 dem Baywa-Vorstand an. Seit 2009 trug er die Verantwortung für die Agrarsparte.

Das Ausscheiden von Krapf, so hieß es auch von Vertretern der Baywa, sei schon lange geplant und habe nichts mit den aktuellen Untersuchungen des Bundeskartellamtes zu tun. Die Behörde geht seit dem 3. März dem Verdacht auf wettbewerbsbeschränkende Maßnahmen beim genossenschaftlichen Pflanzenschutz-Großhandel in ganz Deutschland nach.

Mittlerweile erfuhr agrarzeitung.de allerdings aus der Baywa, dass Aufsichtsrat und Vorstand zunächst erst einmal die Erkenntnisse des Bundeskartellamtes abwarten möchten, bevor sie einen Beschluss zu einer möglichen Entlastung von Krapf vorschlagen. (HH)   
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