Keine Erstattungen für Weizenexporte

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Erstattungen für den Export von Weizen in Drittländer stellt die EU-Kommission nicht in Aussicht. Eine entsprechende Bitte des ungarischen Europa-Abgeordneten Csaba Sandor Tabajdi lehnte Agrarkommissar Franz Fischler am Dienstag im Europäischen Parlament ab. Der Ungar hatte im Landwirtschaftsausschuss berichtet, in seinem Land sei aus der Ernte 2004 mit Weizenüberschüssen von bis zu 4 Mio. t zu rechnen. Wenn diese Menge nicht in die Intervention gehen sollte, müsste die Kommission den Export mit Hilfe von Ausfuhrerstattungen erleichtern. Fischler antwortete, ihm sei das Problem durchaus präsent. Besonders Nachbarländer von Ungarn bekämen den Angebotsdruck in Form von billigen Angeboten zu spüren. Fischler sprach schon von einer Marktstörung in Österreich und in Deutschland durch die ungarischen Weizenüberschüsse. An Exporterstattungen denke er dennoch zumindest für die kommenden Wochen nicht, betonte Fischler. Weizenexperten aus der Kommission erklärten zudem, so lange Brotweizen aus Frankreich ohne Erstattungen auf den Weltmarkt exportiert werden könne, sei es Unsinn, Ausfuhren für sämtlichen Weizen in der EU-25 zu subventionieren. (Mö)
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