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Die gute Bilanz der Ernte ist ein Grund für das ruhige Marktverhalten, das sich auch im Rahmen der diesjährigen Elbdampferbörse gestern in Dresden widergespiegelt hat. Bei der von der Mitteldeutschen Produktenbörse e. V. (MPB) ausgerichteten Veranstaltung haben Erzeuger und Vermarkter nicht richtig zueinander gefunden, weil die Preisvorstellungen zu weit voneinander abweichen.

Große Preissprünge werden derzeit bei keiner Getreideart vermutet. Auch der Rapsmarkt wird weniger euphorisch beurteilt, als das noch vor wenigen Wochen der Fall war. Auch hier wirkt sich die gute Rapsernte preisdämpfend aus. Hinzu kommt, dass die Sojabohnenernte für Nord- und Südamerika in der Bilanz günstiger ausfällt, als zunächst prognostiziert. Einen zusätzlichen Dämpfer könnte das Rapsschrot erhalten. Marktteilnehmer haben im Rahmen der Börse darauf hingewiesen, dass die eiweißreichen Futtermittel, die bei der Bioethanolerzeugung gewonnen werden, als zusätzliche Konkurrenten auf dem Rapsschrot- und Rapsexpellermarkt auftreten könnten. (bbm)
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