Die EU-weite Einführung der Finanztransaktionssteuer steht vor dem Aus. Deutschland will die Abgabe auf Börsengeschäfte nun mit einer kleineren Staatengruppe vorantreiben. Die EU-Finanzminister haben bei einem Treffen am Freitag in Luxemburg nicht die erforderliche einstimmige Unterstützung für die Einführung der Finanzmarktsteuer gefunden, teilte die dänische Finanzministerin Margrethe Vestager Agenturberichten zufolge nach den Beratungen der Ressortchefs fest. Unter anderem Schweden und Großbritannien lehnen die Steuer ab.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Ressortchefs aus einigen anderen Ländern, darunter Österreich und Frankreich, wollen nun von einer Sonderregelung Gebrauch machen, um die Einführung der Abgabe dennoch voranzutreiben.

Agrarhändler hierzulande haben im Gespräch mit der agrarzeitung (az) wiederholt vor einer möglichen Besteuerung von Warentermingeschäften gewarnt. Eine solche Abgabe würde die Absicherung für die Marktteilnehmer verteuern und zu erheblichen Belastungen führen, heißt es aus der Branche. (az)
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