Der Transport der K+S-Abwässer an die Nordsee sei unwirtschaftlich, ökologische unsinnig und politisch nicht durchsetzbar. Dies teilte laut der Lokalpresse ein Vertreter des Ministeriums bei einer Sitzung des Runden Tisches zum Gewässerschutz an Werra und Weser mit. Die Bürgerinitiativen zeigten sich von der Entscheidung entsetzt.

Das Ministerium hatte ein Gutachten bei der Universität Leipzig in Auftrag gegeben, dass die Kosten und den ökologischen Nutzen einer alternativen Entsorgung via Pipeline in die Nordsee geprüft hat.

Ein Unternehmenssprecher teilte mit, dass K+S zum Eindampfen der Salzlösung bereits das Vakuumkristallisationsverfahren einsetzte, und damit auf dem Stand der Technik sei.

In Thüringen hingegen beschäftigen sich Abgeordnete mit den über 20 Jahre alten Verträgen zur Fusion zwischen der ost- und westdeutschen Kali-Industrie. Ein Unternehmenssprecher sagte dem Landtag jetzt zu, die Dokumente werden, unter der Voraussetzung der Einhaltung der Vertraulichkeit, offengelegt. Hier geht es um Folgeschäden durch Wassereinbruch und Absenkungen bei den vom K + S übernommenen Kaligruben in Thüringen. (hed)
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