Keine Verarbeitungsprämie für Hanf auf Stilllegungsflächen

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Hanf soll auch nach der Reform der Marktordnung weiterhin auf Stilllegungsflächen angebaut werden dürfen. Die EU-Kommission hatte dies zunächst untersagt, nachdem für Hanf nach der Reform die einheitliche Flächenprämie für die "großen Ackerkulturen" gezahlt werden soll. Deshalb wurde Hanf zunächst von der Liste der nachwachsenden Rohstoffe auf Stilllegungsflächen gestrichen. Die Kommission führte Kontrollprobleme an. Auf Antrag Deutschlands und mehrerer anderer Mitgliedstaaten soll der Anbau auf Stilllegungsflächen nun wieder ermöglicht werden. Allerdings gibt es dafür keine Verarbeitungsprämie. Eine Entscheidung soll im Verwaltungsausschuss Getreide am kommenden Donnerstag oder in einem Ausschuss in den darauffolgenden Wochen getroffen werden. Offen ist noch, ob auch Flachs auf Stilllegungsflächen angebaut werden darf. Dagegen soll der Getreideanbau auf Stilllegungsflächen für Erzeuger ermöglicht werden, die auf dem eigenen Betrieb aus Getreide Energie gewinnen möchten. (Mö)
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