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Bei einem Putenbestand bei Grimmen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich ein unbestimmter Verdachtsfall auf Vogelgrippe nicht bestätigt. Wie das Landwirtschaftsministerium des Bundeslandes gestern Abend mitteilte, seien als Ursache der Krankheitserscheinungen des Bestandes bakterielle Erreger nachgewiesen worden. Diese hätten zu einer seuchenartigen Erkrankung und dem Verenden vieler Tiere geführt. Als Erreger sei das Bakterium Ornithobacterium rhinotracheale (ORT) diagnostiziert worden. Dieses sei in Deutschland erst seit Beginn der 1990er Jahre bekannt. Der Ausbruch der Krankheit zeige sich in Atemnot, Entzündungen der Lunge und Luftsäcke sowie des Herzbeutels. Größere Tierverluste könnten die Folge sein, heißt es weiter.

Es handele sich nicht um eine meldepflichtige Krankheit, teilt das Ministerium mit. Auch sei sie nicht auf den Menschen übertragbar. Eine Behandlung sei möglich mit geeigneten Antibiotika. Auf diese Weise sei auch der Bestand bei Grimmen bereits behandelt worden, heißt es abschließend. (jst)

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