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Keinerlei Vorteile durch die BSE-Krise verzeichnet der Tierzuchtbetrieb Gut Losten (Mecklenburg-Vorpommern), der jährlich ca. 160.000 Schlachtschweine auf den Markt bringt. Es gebe keine höhere Nachfrage, die eine Bestandsausweitung rechtfertige, sagte Geschäftsführer Alwin Neteler dazu gegenüber der Ostsee-Zeitung. Andererseits kämen auf seinen Betrieb höhere Entsorgungskosten und wachsende Preise für Futtermittel zu. Die Gesamtsumme bezifferte Neteler mit 1,2 Millionen DM. So erhöhten sich allein die Entsorgungskosten für verendete Tiere und Nachgeburten wegen des Tiermehlverbotes von 200 DM/t auf 520 DM/t. Das mache pro Jahr 200.000 DM aus. Im Futterbereich müsse der Betrieb vollständig auf pflanzliche Eiweiße umsteigen, da auch Fischmehl verboten sei. Der steigende Preis resultiere aus der kurzfristig gestiegenen Nachfrage. Langfristig werde sich das zwar einpendeln, vermutet Neteler, zunächst gingen die Preise aber in die Höhe. Für den Betrieb mache das rund eine Million DM pro Jahr aus. Das entspräche einem Mehraufwand pro kg Fleisch von 20 Pfennig. Der lasse sich aber nicht auf die Abnehmer umlegen.(Bm)
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