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Gegen den im November 1999 vorgelegten Reformvorschlag der EU-Kommission zur Gemeinsamen Marktorganisation für Flachs und Hanf sprach sich der sachsen-anhaltinische Landwirtschaftsminister Konrad Keller gestern auf dem Internationalen Fachkongress für nachwachsende Rohstoffe "Narossa 2000" in Magdeburg aus. Der Reformvorschlag sieht unter anderem vor, die Flächenbeihilfe für die Erzeugung von kurzen Flachsfasern und für Hanf zu verringern und eine mengenbegrenzte Verarbeitungsbeihilfe für die Fasern einzuführen. "Dies würde nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Anbaus von Flachs und Hanf einschränken. Nachdem in Sachsen-Anhalt mit hohem Aufwand wettbewerbsfähige und leistungsfähige Verarbeitungskapazitäten entstanden sind, wäre die Rohstoffversorgung der Faserverarbeitungsanlagen sowie deren Rentabilität erheblich gefährdet", so der Minister. (ED)
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