VK Mühlen

Kempkes will Vorwärtsgang einlegen

Zur Hauptversammlung in dieser Woche stand noch einmal der Abschluss des Geschäftsjahres 2011/12 (Oktober/September) zur Diskussion. Wie seit Ende Dezember bekannt ist, hat die VK Mühlen AG, Hamburg, 2011/12 ein positives Konzernergebnis von 5,7 Mio. € erzielt, nachdem noch im Vorjahr hohe Verluste von 31,8 Mio. € aufgelaufen waren. Im aktuellen Konzernergebnis sind jedoch Nettoerlöse aus dem Verkauf der polnischen Mühlen enthalten. Das operative Ergebnis war auch 2011/12 negativ.

Für 2012/13 äußerte sich Konzernchef Christoph Kempkes jedoch zuversichtlich. Auf Sicht solle es positive Renditen wieder in allen Konzernbereichen geben. Für die VK verspricht er im vorgelegten Geschäftsbericht, „nach zahlreichen schwierigen Maßnahmen des Gesundschrumpfens nun wieder in den Vorwärtsgang zu schalten".

Als „spannende Frage für die Branche" bezeichnet es Kempkes, wie die anderen Mühlenunternehmen mit den jeweiligen Kartellbußen umgehen werden. „Ob die Mühlen die Bußen aus Reserven oder zusätzlichen Eigenmitteln zahlen können oder ob es zu einer Welle der Konsolidierung kommt, vermag ich nicht zu sagen", kommentiert Kempkes und ergänzt: „Wir sind jedenfalls wachsam für Chancen."

Keinesfalls helfe es, die widrigen Rahmenbedingungen am Mehlmarkt zu beklagen, zeigt sich Kempkes einsichtig. „Jeder muss sich auf seine Weise aus der eigenen Schieflage herausarbeiten." (db)
stats