Kennzeichnung als Brückenschlag

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Die Kennzeichnung von Rindfleisch könne möglicherweise eine Brücke im Streit zwischen Frankreich und Großbritannien schlagen. Dies erklärte Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke am Rande des Agrarministerrates am Montag in Brüssel und schloss sich damit der Vorstellung von EU-Kommissar David Byrne an. Er schränkte jedoch ein, dass ein EU-weites Kennzeichnungssystem im kommenden Jahr noch nicht möglich sei. Die Information auf dem Rindfleisch könne schließlich nur dann Vertrauen schaffen, wenn sie auf sehr soliden Füßen stünde, erklärte Funke. Ab dem 1. Januar 2001 müsse dann aber der Schlachthof und möglichst auch die Herkunft des Tieres aus dem Etikett hervor gehen. Am Montag Abend wollen der französische Agrarminister und sein britischer Kollege nach dem Rat in Brüssel sich weiterhin um eine Lösung im BSE-Streit bemühen. Am Dienstag wird die EU-Kommission entscheiden, ob ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Frankreich eingeleitet wird. Frankreich weigert sich entgegen einer Entscheidung der EU, britisches Rindfleisch zu importieren.(Mö)
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