Kennzeichnungsgrenze für transgene Inhaltstoffe festgelegt

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Nahrungsmittel dürfen bis zu 1 Prozent gentechnisch veränderte Organismen (GVO) enthalten, ohne das sie gekennzeichnet werden müssen. Dies haben die EU-Mitgliedstaaten am Donnerstag Abend in Brüssel im Ständigen Ausschuss für Lebensmittel entschieden. Die Präzisierung war notwendig, weil Verschmutzungen mit GVO bei konventioneller Ware nicht immer ausgeschlossen werden können. Die 1-Prozent-Grenze bezieht sich auf jeden einzelnen Rohstoff von Lebensmitteln. Wenn auch nur ein Rohstoff, wie etwa Maisstärke, mehr als 1 Prozent GVO enthält, muss das Endprodukt mit "enthält GVO" gekennzeichnet werden. Zudem entschied der Ständige Ausschuss für Lebensmittel, dass zukünftig auch gentechnisch veränderte oder hergestellte Zusatz- und Geschmacksstoffe zur Kennzeichnungspflicht beim Endprodukt führen. Bisher waren Zusatz- und Geschmackstoffe ausgeschlossen. So ist zum Beispiel Lecithin aus GVO-Sojabohnen ein häufig verwendeter Zusatzstoff, auf den bisher nicht hingewiesen werden musste. (Mö)
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