Zum Jahresbeginn 2013 gibt der Kieler Rohwert für Milch ein positives Signal für den Markt. Die von Russland ausgesprochenen Importbeschränkungen für Milch aus Deutschland spiegelt der Indikator allerdings nicht wider.

Höhere Preise für Butter und Magermilchpulver lassen den vom Kieler Institut für Ernährungswirtschaft (ife) monatlich ermittelten Rohstoffwert Milch steigen. Auf 35,0 Cent/kg Milch mit 4 Prozent Fett ab Hof beziffert das ife den kalkuierten Rohstoffwert für Januar. Im Vormonat wurde er mit 34,5 Cent/kg angegeben.

Damit setzt sich der grundsätzlich positive Trend am Milchmarkt fort. Bedenken und gewisse Einschränkungen bei der Trendbeschreibung sind jedoch aufgrund aktueller Hindernisse im Export von Milchprodukten angebracht.

Am vergangenen Freitag hatte Russland mitgeteilt, dass die deutschen Molkereistandorte in den Bundesländern Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ab dem 11. Februar für den Export in die russische Föderation gesperrt würden. Als Begründung wurde die unzureichende Erfüllung von Veterinärauflagen der russischen Behörden genannt. (jst)   
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