Kirgisistan: EU-Nahrungsmittelhilfe soll Landwirtschaft zugute kommen

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Die Regierung Kirgisistans will das im Rahmen der EU-Nahrungsmittelhilfe zur Verfügung gestellte Brotgetreide im Inland verkaufen, um die Einnahmen für die Unterstützung der nationalen Landwirtschaft einzusetzen. Wie der Regierungspressedienst in Bischkek bekannt gab, sollen 60.000 t zu Mehl verarbeiteten Getreides über die Auktionen abgesetzt werden, die in verschiedenen Regionen des Landes zu veranstalten sind. An den Auktionen dürfen natürliche wie juristische Personen ohne jegliche Einschränkungen teilnehmen. Der Pressedienst rechnet dabei mit Verkaufserlösen in einer Gesamthöhe von umgerechnet 5,1 Mio. US-$. Laut einem Regierungsbeschluss soll auch ein Teil Weizen und Mehl aus der nationalen Staatsreserve versteigert werden. Infolge der Trockenheit, aber auch wegen der starken Regengüsse während der Erntezeit und der frühen Schneefälle soll die diesjährige Getreideerzeugung in der zur Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) gehörenden zentralasiatischen Republik mit voraussichtlich rund 1,63 Mio. t zwar auf dem Niveau des Vorjahres, aber um 4 Prozent unter dem für diese Saison erwarteten Ergebnis liegen. (pom)
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