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Die Akzeptanz gentechnisch veränderter Produkte wird steigen; zur glaubwürdigen Trennung von transgenen und konventionellen Herkünften gibt es in Deutschland jedoch keine Alternative. Dies sagte Prof. Harald v. Witzke, Humboldt-Universität zu Berlin, auf einer Vortragsveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft des privaten Agrargewerbes Niedersachsen-Bremen (AGW) in Verden/Aller. Er führte die deutliche Ablehnung der Konsumenten in der EU auf mangelhafte Marktanalysen und eine unzureichende Information der Verbraucher sowie tatsächliche Mängel in den gentechnisch bearbeiteten Produkten der ersten Generation zurück, beispielsweise ie Verwendung von antibiotischen Markergenen. Falls zukünftig sensibler gearbeitet werde, könne die Akzeptanz für gentechnisch veränderte Produkte steigen. Zunächst müsse die Land- und Ernährungswirtschaft jedoch sowohl Produkte mit als auch ohne "grüne Gentechnik" anbieten. Unveränderte Produkte könnten in den Industrieländern Preisaufschläge realisieren. (GH)
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