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Der Bundesrat hat sich heute mit einem Verordnungsvorschlag der EU-Kommission zur Vermarktung von Fleisch von höchstens zwölf Monate alten Rindern befasst. Der sieht vor, die Vermarktungskategorien für dieses Rindfleisch in der EU zu vereinheitlichen. Außerdem enthält er Konzepte für ein Registrierungssystem, die Etikettierung und die amtlichen Kontrollen. Demnach sollen Rinder bis zu acht Monaten in die Kategorie X (Kalbfleisch) und Rinder zwischen acht und zwölf Monaten in die Kategorie Y (Jungrindfleisch) fallen. Hintergrund ist die unterschiedliche Erzeugung dieses Fleisches. In fast allen Ländern, besonders aber in Frankreich, Italien, Belgien, Deutschland und in den Niederlanden, werden die Tiere hauptsächlich mit Milchprodukten gefüttert und mit sechs oder sieben Monaten geschlachtet. Bei der Fütterung mit Getreide, die in Dänemark, Spanien und auch den Niederlanden praktiziert wird, werden die Tiere ab dem zehnten Monat geschlachtet. (gk)
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