Deutsche Milchviehbetriebe kämpfen vor allem mit Klauen- und Gliedmaßenerkrankungen sowie Eutererkrankungen ihrer Tiere. Gezieltes Herdenmanagement kann Abhilfe schaffen.

Das Marktforschungsunternehmen Kleffmann Group befragte 1.188 milchviehhaltende Landwirte nach der Gesundheit ihrer Tiere und veröffentlichte die Ergebnisse in einer nicht repräsentativen Studie.

Rund 72 Prozent nannten Erkrankungen der Klauen und Gliedmaße als häufigste Krankheit in deutschen Milchviehställen, 69 Prozent beobachteten Eutererkrankungen. Weiterhin gaben 52 Prozent der Landwirte an, dass ihre Milchviehherde von Stoffwechselerkrankungen betroffen ist. An vierter Stelle werden Fruchtbarkeitsstörungen genannt.

Im Rahmen der Studie konnten ebenfalls regionale Unterschiede identifiziert werden. Während in Niedersachsen – genau wie im Bundesdurchschnitt – Klauen- und Gliedmaßenerkrankungen die größte Rolle spielen, haben Landwirte in Bayern vorwiegend mit Eutererkrankungen zu kämpfen.

Im Rahmen der Befragung konnte außerdem festgestellt werden, dass sich die Betriebe häufig mit mehreren Krankheitsbildern gleichzeitig befassen müssen. In diesem Zusammenhang hat die Tierärztliche Hochschule Hannover herausgefunden, dass Fruchtbarkeitsstörungen und Eutererkrankungen häufig als Folge einer vorherigen Klauen- und Gliedmaßenerkrankung auftreten.

Die Kleffmann-Studie kommt zu dem Ergebnis: „Der Umgang mit Erkrankungen bei Milchviehherden erfordert ein gezieltes Herdenmanagement. Je nach Herdengröße ist dies jedoch sehr aufwändig.“ (hed)
stats