Kleinere Anpassungen in der EU-Agrarpolitik


1

Eine Obergrenze für Direktzahlungen und die Abschaffung der Flächenstilllegung können auf der Reformagenda der EU-Kommission im Jahr 2008 stehen. Kurzfristig plant die EU-Kommission kleinere Eingriffe in die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), vor allem um diese fit für die 2008 anstehende Debatte um den EU-Haushalt für die Jahre 2014 bis 2020 zu machen. Für Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel gehört zu diesem "Gesundheitsprogramm" eine verstärkte Modulation. Die Direktzahlungen sollen noch stärker als bisher schon beschlossen zugunsten der zweiten Säule der GAP gekürzt werden, um die Zuwendungen für die Landwirte weniger angreifbar zu machen. Auf dem Informellen EU-Agrarministertreffen im finnischen Oulu hielt die Kommissarin an einer Obergrenze für Direktzahlungen fest, um die Kritiker einer ungerechten Verteilung der Subventionen zu beruhigen. Schließlich soll weiter entkoppelt werden. Die "kleineren" Anpassungen sollen nach Ansicht der Kommission schon in zwei bis drei Jahren in Kraft treten.(Mö)
stats