Kleinere US-Maisernte nährt Diskussion um Exporte


Die USA werden 2010/11 als Maisexporteur ihre Bedeutung halten, versichert der Exportverband US Grains Council (USGC). Er betont, dass die Ethanolherstellung zusätzliche Futtermittel bereitstellt. Der USGC reagierte am Wochenende auf die Schätzung des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA vom Freitag, nach der die diesjährige US-Maisernte mit knapp 322 Mio. t das Rekordergebnis des Vorjahres um 3 Prozent verfehlen wird. Der Verband betont, dass es sich dennoch bei der Ernte 2010 um das drittgrößte jemals erzielte Ergebnis handeln dürfte. Die größte Maisernte registrieren die USA für 2009 mit 333 Mio. t, gefolgt vom Erntejahr 2007 mit 331 Mio. t.

Der USGC geht davon aus, dass der Rückgang der diesjährigen Erntemenge um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr die Position der USA am Weltmarkt für Mais nicht „dramatisch" verändern werde. Das USDA hat allerdings am Freitag die bisherigen Erwartungen für die US-Maisexporte 2010/11 von bisher mehr als 53 Mio. t auf weniger als 51 Mio. t nach unten geschraubt. Die Börse in Chicago hat am Freitag mit einem kräftigen Kursplus für Mais auf die neuen USDA-Zahlen reagiert. In Paris legte der Mais ebenfalls gegenüber dem Vortag um mehr als 13 €/t auf 208 €/t zu.

Das USDA geht davon aus, dass von der diesjährigen US-Maisernte fast 120 Mio. t und damit mehr als ein Drittel zu Ethanol verarbeitet wird. Der USGC weist darauf hin, dass diese Menge nicht komplett für die Verfütterung verloren geht, sondern rund 30 Mio. t des Nebenproduktes DDGS entstehen. Im Kalenderjahr 2010 gehen nach Schätzungen des Verbandes rund 8 Mio. t DGGS in den Export, darunter etwa 3,5 Mio. t nach China. (db)
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