Emissionen

Klimagase aus der Landwirtschaft unter Beobachtung


Emissionen klimarelevanter Gase in der deutschen Landwirtschaft sinken seit Jahren. Der relative Beitrag der Methan-Emissionen nimmt jedoch zu.

Für die Landwirtschaft in Deutschland ist ein Rückgang der Emmission von Treibhausgasen festzustellen. Seit 1990 seien sie in der Summe um rund 15 Prozent gesunken, sagte Prof. Heinz Flessa vom Thünen-Institut, Braunschweig. Mit rund 30 Prozent am deutlichsten fällt die Reduktion für Methan aus, so Flessa. Dieses stammt überwiegend aus der Milchviehhaltung.

Den Gesamtanteil der Landwirtschaft an den Treibhausgasen in Deutschland bezifferte der Wissenschaftler auf rund 12 Prozent. Grundlage dafür ist der nationale Emmissionsbericht für das Jahr 2011. Trotz der deutlichen Minderung der Methan-Emmissionen aus der Landwirtschaft ist deren Anteil an den Gesamtemissionen gestiegen. Wurde ihr Beitrag daran im Jahr 1990 noch auf 33 Prozent beziffert, so wird ihr heute ein Anteil von 53 Prozent zugemessen. Ihr prozentualer Anteil an den Ammoniak-Emmissionen wird mit rund 95 Prozent angegeben.

Auf einer heute in Braunschweig staffindenden Tagung beraten etwa 120 Wissenschaftler und Berater des ökologischen Landbaus über Stand und Möglichkeiten zur Minderung von Klimawirkungen der Landwirtschaft. (jst)

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