Viele Teilnehmer und Beobachter beim UN-Klimagipfel in Kopenhagen rechnen nicht mit einer rechtlich verbindlichen Abschlusserklärung. US-Präsident Barack Obama warnte in seiner Rede vor den Delegierten des Klimagipfels heute in Kopenhagen vor leeren Worten, machte bislang aber selbst keine weiteren Zugeständnisse der USA in punkto Klimaschutz. Die Teilnehmer hätten nun die Wahl, an einem historischen Vorhaben mitzuwirken oder in alten Grabenkämpfen zu verharren, wird Obama in Medienberichten zitiert. Er appelierte an die Staats- und Regierungschefs eine Vereinbarung gegen die Erderwärmung zu verabschieden - selbst wenn diese „nicht perfekt" sei. Es müsse entschlossen auf nationaler Ebene gehandelt werden. Darüber hinaus müsste die Klimaschutzvereinbarung ein Überprüfungssystem beinhalten und Finanzzusagen der Industrie- an die Entwicklungsländer, sowohl kurz- als auch langfristig.

Beobachter in Kopenhagen rechnen nicht mit rechtlich verbindlichen Klimaschutzzielen. Fraglich ist auch noch, ob sich China bewegen wird. Wahrscheinlich werden verbindliche Zusagen erneut verschoben und auf den nächsten Weltklimagipfel im Dezember 2010 in Mexiko vertagt. (AW)
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