Die Veränderungen des Klimas stellen die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen. Steigende Temperaturen haben positive Effekte, schwankende Niederschlagsmengen sind weniger günstig.

So zeigen Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), dass in Deutschland Ende April die Bodentemperatur von 1962 bis 2012 im Mittel um 5 Grad auf heute 16 Grad Celsius zugenommen hat. „Wir rechnen damit, dass sich dieser Trend bis 2100 fortsetzt", berichtet Dr. Paul Becker, Viezpräsident des DWD.

Der Vegetationsbeginn gemittelt über verschiedene Pflanzen findet heute etwa sieben Tage früher statt als vor 50 Jahren. Zugleich ermöglicht die Abnahme der Spätfröste eine verstärkte Nutzung von Zweitkulturen auf derselben Fläche.

Während im Mittel steigende Temperaturen der Landwirtschaft nutzten, wirken sich Veränderungen beim Niederschlag nicht so günstig aus, berichtet Becker. Die Landwirte würden lernen müssen, künftig immer ungleicher verteilte Niederschläge im Sommerhalbjahr und mögliche Wasserknappheit durch noch effizientere Bewässerungsverfahren auszugleichen.

Die erwartete Zunahme der Niederschläge im Herbst und Winter führe zudem dazu, dass dann zu nasse Böden maschinell nicht wirkungsvoll bearbeitet werden können. Es komme deshalb darauf an, Drainagesysteme zu erhalten oder neu zu bauen. (az)
stats