Knappes Angebot sorgt für höhere Schweinepreise

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Die Schweinefleischerzeugung wird in der Europäischen Union im kommenden Jahr um 4 bis 5 Prozent sinken. Der Prognoseausschuss der EU-Kommission erwartet, dass der Preis für Schlachtschweine in Deutschland im 1. und 2. Quartal 2009 bei 1,60 bis 1,70 € je kg liegen wird. Das wären rund 20 Cent mehr als in diesem Jahr. In Deutschland werde der Produktionsrückgang mit 1 bis 2 Prozent relativ klein ausfallen, sagte Dr. Dietmar Weiß von der Znetralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) am Mittwoch während des Schweinehandelstags der Bundeslehranstalt Burg Warberg in Garrel. Mit größeren Einbrüchen sei in Polen (-17 Prozent), Dänemark (-7 Prozent) und Spanien (-4 Prozent) zu rechnen.

Im 1. Halbjahr 2008 wurden in Deutschland gut 4 Prozent mehr Schweine geschlachtet als im Vorjahr. Im 3. Quartal werde das Plus bei rund 1 Prozent liegen, für November bis Dezember rechnet Weiß gegenüber 2007 mit einem Rückgang um 2 Prozent. Insgesamt wird mit 54,4 Mio. (+2,1 Prozent) Schlachtungen gerechnet. Erstmals würden damit über 5 Mio. t Schweinefleisch erzeugt. Wegen der gestiegenen Verbraucherpreise werde der Konsum in Deutschland 2009 sinken. Bei Importen von rund 1,25 Mio. t ergebe sich ein Überschuss von fast 2 Mio. t, der im Ausland abgesetzt werden müsse. Das wären rund 40 Prozent des in Deutschlands erzeugten Schweinefleischs. (SB)

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