Heute treffen sich die Agrarpolitiker in den Koalitionsverhandlungen zum letzten Mal. Schon zu Beginn der Sitzung ist sicher, dass es keine Einigung zur Milch und Gentechnik geben wird. Erst am Wochenende sollen die Parteispitzen von CDU, CSU und FDP darüber entscheiden. CDU und FDP lehnen "nationale Alleingänge hinsichtlich der Mengensteuerung ab", heißt es im vorläufigen Text für den Koalitionsvertrag, der agrarzeitung.de vorliegt. Die CSU hingegen will "eine Aussetzung der Bundes- und Molkereisaldierung prüfen". Beschlossen haben die Koalitionäre bereits, dass es eine zusätzliche Grünlandprämie bezahlt aus EU-Mitteln geben soll.

Bei der Grünen Gentechnik will die CSU erreichen, dass die Bundesländer über den Anbau von gentechnisch veränderten (GV-)Pflanzen und über die Abstände zwischen GV-Feldern und konventionellen Äckern entscheiden. Dagegen sperren sich FDP und CDU. Strittig ist zwischen den Parteien auch, ob der Anbau der GV-Maissorte MON 810 und der GV-Stärkekartoffel Amflora unterstützt wird. (sta)
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