GoodMills

Kölner Ellmühle soll Büros weichen


Nummer 1 in Europa
GoodMills gehört zum LLI-Konzern in Wien. Die Gruppe bündelt 25 Mühlen in sieben Ländern. Mit einer Vermahlung von insgesamt 2,7 Mio. t schätzt sich GoodMills als Marktführer in Europa ein. Zur GoodMills Deutschland GmbH gehören zehn Standorte. (db)
Die Ellmühle Köln steht vor einem Verkauf. Die Stadt Köln ist an einem Erwerb der zum GoodMills-Konzern gehörenden Mühle interessiert, weil sie das Areal am Deutzer Rheinhafen städtebaulich umgestalten will. Die kommunale Entwicklungsgesellschaft „moderne Stadt“ und GoodMills haben sich über einen Verkauf geeinigt, bestätigte ein Unternehmenssprecher von Good Mills gegenüber agrarzeitung.de. Geplant ist, den Kaufvertrag bereits Anfang August zu beurkunden. Der Ellmühle wird darin eine Produktionsgarantie bis zum Jahr 2020 gegeben. Der Kaufpreis für das Firmengelände inklusive Nebenkosten soll nach Angaben der Stadt Köln bei rund 80 Mio. € liegen. Die städtischen Gremien müssen dem Kauf noch zustimmen.

Verlagerung innerhalb der Region geplant

Der Mühlenbetrieb wird in den kommenden Jahren an einen neuen Standort verlagert. Im Gespräch ist ein Neubau in Duisburg oder im Großraum Köln. Good Mills wolle auf jeden Fall weiter in der Region präsent bleiben, betont das Unternehmen. Die neue Mühle werde die gleiche Verarbeitungskapazität besitzen wie die Ellmühle. GoodMills Deutschland und GoodMills Europe hatten schon vor einiger Zeit das Gespräch mit „moderne Stadt“ gesucht und Bereitschaft signalisiert, den Produktionsstandort Deutz aufzugeben. 2013 waren noch rund 16,5 Mio. € in die Modernisierung der Mühle investiert worden, in dem nach Unternehmensangaben 50 Mitarbeiter jährlich 365.000 t Weizen und Roggen verarbeiten. Die tägliche Verarbeitungskapazität liegt bei 1.140 t Getreide. (SB)
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