Zuckerrübenschnitzel aus dem Werk in Könnern werden teilweise wieder ausgeliefert. Der Hersteller muss nachweisen, dass die Grenzwerte für Dioxin unter dem Grenzwert liegen. Der am Mittwoch gegen den Produzenten Pfeifer & Langen verhängte Auslieferungsstopp von Rüben-Futtermitteln aus dem Werk Könnern ist heute vom Salzlandkreis teilweise aufgehoben worden. Es können Futtermittel ausgeliefert werden, wenn für den Produktionstag die Nachweise auf Dioxin unter den Grenzwerten liegen, teilt das Agrarministerium in Sachsen-Anhalt mit.
 
Die Ursachen für den Dioxineintrag in die Zuckerrübenschnitzel sei nun gefunden worden. Nach Informationen des Unternehmens wurden durch einen schweren Hagelschlag im September Kunststoffabdeckungen (PVC) auf Lagerhallendächern zerstört, so dass Kunststoffsplitter in den dort lagernden Koks gelangen konnten. Der Koks wird in Kalköfen für die Herstellung von für die Zuckergewinnung benötigten Branntkalk eingesetzt. Das freigesetzte Dioxin verunreinigte Rübenschnitzel und Pellets. Zudem wurden Anfang November Reparaturarbeiten an einem Kühlturm durchgeführt, die abgelagerte Dioxinrestmengen aufwirbelten und erneut für höhere Wert sorgten. Daraufhin wurde der Wasserkreislauf im Kühlturm umgestellt. Das Werk in Könnern wird eine endgültige Freigabe für die Auslieferung von Rübenschnitzel erhalten, wenn ein Gutachten die Ursachen bestätigt, teilt das Ministerium weiter mit. (da)
stats