Koexistenz bei GV-Mais möglich

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Den Anbau von gentechnisch verändertem (GV-)Mais hält Copa/Cogeca für möglich, ohne dabei konventionelle Maiserzeuger zu beeinträchtigen. Nach einem Seminar in der vorigen Woche in Brüssel kam die europäische Dachorganisation der nationalen Bauern- und Genossenschaftsverbände zu dem Ergebnis, dass die Koexistenz beim Mais kein größeres Problem darstelle. Einige Reihen von konventionellem Mais um das Feld mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) herum wirkten am besten als Puffer. Nach Versuchen in Spanien und in Frankreich könne man davon ausgehen, dass das Risiko der Auskreuzung ohne größere Kosten in den Griff zu bekommen sei.

Für den Raps kommt der Europäische Bauernverband nicht zu denselben Ergebnissen. Da der Pollen von Raps im Gegensatz zum Mais wie Staub sei, sei hier die Koexistenz viel schwieriger. Noch gebe es keine überzeugenden Rezepte, wie beim Anbau von GV-Raps der Grenzwert von 0,9 Prozent auf den Nachbarfeldern auf jeden Fall eingehalten werden könne. (Mö)

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