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"Kein Körnermaisanbauer muss 2005 finanzielle Einbußen fürchten," wenn sein Feld in Nachbarschaft zu gentechnisch verändertem Mais gelegen ist, sagte Gernot Schalow, Geschäftsführer der Märka Märkische Kraftfutter GmbH. "Denn unser Unternehmen bietet Landwirten, die in der Nachbarschaft von GV-Maisfeldern wirtschaften, eine Abnahme ihrer Partien ohne Preisabschlag an." Damit will die Märka für faire Marktbedingungen sorgen - ob mit oder ohne Einsatz von Gentechnik. Dieses Abnahmemodell wurde gemeinsam mit dem Saatzuchtunternehmen Monsanto entwickelt.

Den Landwirten aus der Nachbarschaft von GV-Mais-Feldern wird der aktuelle Marktpreis für konventionell erzeugten Mais gezahlt, ohne dass ein Nachweis möglicher GV-Anteile vorausgesetzt wird. Die Märka sorgt für eine ordnungsgemäße Beprobung für den analytischen Nachweis des tatsächlichen GV-Anteils.

Dieses Abnahmesystem allerdings stellt den GVO-anbauenden Landwirt keineswegs von den möglichen, gesetzlich begründeten Schadensersatzansprüchen frei, betonte Ursula Lüttmer-Ouazane, Geschäftsführerin der Monsanto Agrar Deutschland GmbH. Das System setze auf eine lernfähige Vermeidungsstrategie, die nachbarschaftsrechtliche Auseinandersetzungen überflüssig macht. (ED)

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