Kohortenlösung jetzt EU-weit möglich

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Bei zukünftigen BSE-Fällen muss in Deutschland voraussichtlich nicht mehr die gesamte Herde getötet werden. Die EU-Kommission wird die sogenannte "Kohortenlösung" erweitern, nachdem sich am Dienstag in Luxemburg der Agrarministerrat dem Thema angenommen hatte. Bei der Kohortenlösung werden alle Tiere getötet, die 12 Monate vor und nach dem infizierten Rind geboren wurden. Anstelle der gesamten Herde sind dann nur noch ein Viertel bis ein Drittel des Bestandes betroffen. Der Wissenschaftliche Lenkungsausschuss der EU-Kommission geht davon aus, dass die Kohortenlösung gegenüber der Herdentötung kein erhöhtes Risiko bedeutet. Nach der Entscheidung der Kommission steht es nun den Mitgliedstaaten frei, zwischen den Alternativen zu wählen. Am kommenden Montag wird sich der Agrarausschuss des Bundesrates mit der Frage im Zusammenhang mit der zu beschließenden BSE-Vorsorgeverordnung beschäftigen. Viele Bundesländer hatten sich schon im Vorfeld für die Kohortenlösung ausgesprochen. (Mö)
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