Komfortable Versorgung hält Preise in Schach

Die internationalen Weizenmärkte stehen unter zwei gegensätzlichen Entwicklungen. In der Schwarzmeerregion stehen weitere Exportbegrenzungen zur Diskussion. Engpässe in der globalen Versorgung erwartet aber aktuell niemand. Am heutigen Mittwoch ist eine Entscheidung in Kiew zu erwarten, ob die Ukraine doch Exportquoten für Weizen verhängt und damit die Ausfuhren begrenzt. Nach einer Meldung der Agentur AKP-Inform existiert ein entsprechender Verordnungsentwurf. Die Regierung soll einen Ausverkauf an Getreide befürchten, nachdem Russland den Export von Getreide verboten hat. Der Exporthandel in der Ukraine beklagt, dass mit ihm „russisches Roulette" gespielt werde, weil die politischen Entscheidungen nicht transparent seien.

Am globalen Getreidemarkt haben sich unterdessen die Preise abgeschwächt. Denn aktuell lassen sich selbst bei weiteren Exportbegrenzungen in den Schwarzmeerländern keine Versorgungsengpässe erwarten. Die Aufmerksamkeit richtet sich zunehmend auf den Monatsbericht des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA, der am morgigen Donnerstag veröffentlicht wird. Alle Marktteilnehmer erwarten, dass die Zahlen weiterhin auf eine komfortable Versorgungslage am globalen Getreidemarkt hinweisen. Bei Weizen stehen den Ernteausfällen sehr große Vorräte gegenüber, aus denen die Lücken problemlos geschlossen werden können. (db)
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