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Brigitte Stein

zur Potato Europe 2006

Auftakt

Die ersten Europäischen Kartoffeltage am Standort Deutschland sind erfolgreich verlaufen. Der Einstieg in den europäischen Veranstaltungszyklus ist gelungen, der die europäische Kartoffelwelt im kommenden Jahr in Belgien zusammenführen wird. Diese Vereinbarung der europäischen Verbände sieht Deutschland im Jahr 2010 wieder als Treffpunkt vor. Die zahlreichen, nicht immer einfachen Gespräche zwischen allen Beteiligten haben sich gelohnt.

Die 181 Aussteller aus 13 Ländern konnten ein ausgesprochen kompetentes Publikum aus mehr als 40 Ländern empfangen. Internationalität lag in der Luft über Bockerode.

Doch gibt es, wie bei jeder Premiere, Ansatzpunkte für Verbesserungen. Das beginnt beim Kongress, der im Vorfeld der Feldtage stattfand. Dafür ließe sich sicherlich ein näher an der Ausstellung gelegener Standort finden. Zumindest könnte die wohlorganisierte Verbindung mit einem Shuttle-Bus deutlich gemacht werden. Auch hat es sich für Aussteller und Besucher als ungünstig erwiesen, dass am Mittwochvormittag sowohl Kongress als auch Ausstellung um Publikum warben. So sahen sich die Referenten des Kongresses, die Kartoffelperspektiven Osteuropas präsentierten, vor erschreckend gelichteten Reihen. Zu attraktiv war gerade an diesem Mittwoch das Programm in Bockerode, das mit der Kartoffelherbstbörse die erste Ernteschätzung versprach. Dicht gedrängt stand das Publikum bei der Verkündung der ZMP-Ernteschätzung – eine Veranstaltung fast mit Kult-Status. Dass sich diese Attraktion aber auch wieder nicht verdoppeln lässt, musste der Zentralverband dann am Donnerstag in Bockerode erleben: Die Zuschauerreihen waren keineswegs gefüllt. Immerhin, das anwesende Publikum lauschte den detaillierten Ausführungen aufmerksam. Insgesamt sind dies alles aber nur recht kleine organisatorische Haken, die der Veranstaltungsprofi DLG in vier Jahren mit allen Beteiligten zusammen sicher vermeiden wird.
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