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Brigitte Stein

zur Einkellerung

Verpasst

Einkellerungsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel wurden in diesem Jahr lange hinausgeschoben. Zum einen lag die Ware noch nicht in der entsprechenden Qualität vor. Zum anderen dachte so mancher schon ans Kartoffeln-Sparen, damit die Knollen im Frühjahr länger reichen und womöglich bessere Preise erzielen. Im vorigen Jahr sah das ganz anders aus: Im September wurden die Einkellerungspackungen ausgiebig beworben, um den Markt von Ware zu entlasten. Begleitet wurde das von der Kritik, dass die Verbraucher ja eigentlich nicht mehr einkellern und also lediglich mehr Schälabfall erwerben.

Doch könnte die spärliche Einkellerung in diesem Jahr der Kartoffel-Verbrauchsstatistik einen derben Schlag versetzen. Schließlich sorgten die Aktionen immer für Umsatz. Und waren die Knollen erst mal im Keller, so wurden sicher auch öfter Kartoffeln aufgetischt. Dieser Effekt wird in diesem Jahr nahezu ausbleiben – womöglich zum Schaden für die Statistik über den Speisefrischkartoffelabsatz. Doch das wird sich im Frühjahr zeigen, wenn die aufgesparte Ware in die Regale kommt.
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