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Brigitte Stein

zum Außer-Haus-Verzehr

Automatisch

Nudeln, Brot und Reis sind die Konkurrenten der Kartoffel. Nicht nur in der heimischen Küche, sondern auch im Außer-Haus-Verzehr. Pommes-Buden sind schon fast selten geworden im vielfältigen Angebot an Pizza-, Asia- oder Bäckerei-Snack-Shops. Ein weiterer Pluspunkt für die Nudel zeichnet sich ab: Spaghettissimo. Der Kochautomat produziert im 90-Sekunden-Takt Makkaroni-Portionen mit Soße – drei Geschmacksrichtungen stehen zur Wahl. Der Automat ist einfach zu bedienen und praktisch überall aufstellbar. Das haben die Maschinenbauer gründlich ausgetüftelt. Die fertige Portion wird durch leichtes Schütteln mit der Soße gemischt: „Shake and go“ heißt der Slogan.

Die Nudel kann somit Bistros und Backshops, Cafeterien und Tankstellen, Straßenfeste oder Schulmensen problemlos erreichen. Zudem ist diese „Nudel-To-Go“ mit dem Schnellkochverfahren frei von unschönen Gedanken an Fettgehalt oder Acrylamid. Während der Markteinführung denkt die Maschinenbaufirma mit Sitz in Liechtenstein derweil schon über eine weitere Variante für Reismahlzeiten nach. Grundsätzlich müsste das Verfahren auch in irgendeiner Weise mit Kartoffeln funktionieren, so ein Unternehmenssprecher.

Sicher – da gibt es die Hürden der begrenzten Lagerfähigkeit geschälter Frischware zu überwinden. Zahlreiche Trockenprodukte im Supermarkt zeigen aber das technisch mögliche Potenzial. Probleme sind dazu da, gelöst zu werden – damit die Kartoffel im Wettbewerb um moderne Kunden nicht weiter an Boden verliert. Denn gerade im Außer-Haus-Geschäft gilt: „Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.“
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