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Brigitte Stein

zu Aktionen in der Schweiz

Promifaktor

Ausgesprochen rührig präsentiert sich seit einigen Jahren die Schweizer Kartoffelorganisation Swisspatat. Über die Grenzen hinweg bekannt geworden sind die spaßigen Kartoffel-Models, die schon mal auf Schweizer Plakatwänden und anderen Werbeträgern prangen: Kartoffeln, die ihre Schale als Krawatte, Sportdress, Sonnenbrille oder Bikini tragen. „Rezepte gegen Langeweile“ lautet das Motto, das auf die Internetseite www.kartoffel.ch hinweist. Auch von Lastwagen und Anhängern, die Kartoffeln durch das Alpenland transportieren, werben die schmuck geschälten Kartoffelhelden.

In diesem Jahr kommt wieder eine markante Aktion mit Lokalkolorit in mehr als 100 Schweizer Kantinen hinzu: Die „Love-Story“ ist die Geschichte von der Vereinigung der Kartoffel mit unwiderstehlichem Schweizer Käse. Exzellente Fotos setzen die leidenschaftliche Verschmelzung des Tausendsassas Kartoffel mit Emmentaler und Co glaubwürdig und appetitlich in Szene.

Nun freut sich Swisspatat über eine wirklich prominente Fürsprecherin für die Kartoffel: die Schlagersängerin Paloma Würth, die unter dem Künstlernamen Paloma in der Schweiz, Deutschland und Österreich auftritt. Im Finale des Internationalen Grand Prix der Volksmusik 2002 errang sie den 4. Platz. Im Frühjahr 2005 erschien ihre erste Produktion mit dem deutschen Produzenten Ralph Siegel. Zudem arbeitet sie erfolgreich als Model. Im Jahr 2000 gewann sie die Wahl zur Miss Switzerland und errang den 4. Platz in der Wahl der „Queen of Europe“und den siebten Platz in der Wahl der „Queen of the World“. Damit ist Paloma eine ideale Botschafterin dafür, dass Kartoffeln wirklich Schlankmacher sind. „Ich liebe Kartoffeln!“ bestätigt Paloma gerne und begründet das mit der Vielseitigkeit der Knolle. Ihr Lieblingsrezept sind Bratkartoffeln mit einem grünen Salat.

Die Zeitung „Schweizer Bauer“ hofft sogleich, dass das Kartoffelschälen dank Prominenter wie Paloma bald wieder „in“ sein könnte. Auch wenn dem Convenience-verwöhnten Verbraucher das Schälen weniger rasch von der Hand gehe als „ein einfaches Päckli öffnen“. Diese Hoffnung auf die Zugkraft von Prominenten ist nicht völlig von der Hand zu weisen. Ob Paloma die passende Zielgruppe anspricht, wird sich zeigen.

Prominente und Idole spornen ihre Fans schon mal zu Ungewöhnlichem an: Bereits mehrere Tage vor einem Konzert der Band Tokio Hotel campierte eine wachsende Gruppe von Kindern und Jugendlichen vor der Frankfurter Festhalle. Unwahrscheinlich allerdings, dass sie die Zeit zum Kartoffelschälen genutzt haben.

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