Kommission wirbt für gemeinsamen Bodenschutz

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Boden soll eine größere Bedeutung in der Klimapolitik bekommen. Dies forderte die EU-Kommission, die am heutigen Donnerstag in Brüssel einen Bericht über den Zusammenhang zwischen Boden und Klimaschutz vorstellte. Im Boden seien doppelt so viel Kohlendioxid wie in der Atmosphäre. Das Klimaschädliche Gas sei vor allem in den Torfmooren im Norden der EU gelagert. Die Moore sollten möglichst unangetastet bleiben. Grünland senke den Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre, Ackerland erhöhe ihn. Durch möglichst durchgängige Begrünung und pfluglose Verfahren könne der Ackerbau klimafreundlicher werden, stellte die Kommission in ihrem Bericht fest. Die Überwachung der Böden müsse dazu EU-weit verbessert werden. Die Kommission beklagt, ihr Vorschlag für eine EU-Bodenschutzrichtlinie werde von fünf EU-Mitgliedstaaten blockiert. Deutschland und die anderen Kritiker des Vorschlags halten dem entgegen, Boden könne durch die einzelnen EU-Mitgliedstaaten besser geschützt werden als durch die Gemeinschaft. (Mö)
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