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Die Vorschläge der EU-Kommission zur Änderung der Durchführungsverordnung für den Anbau nachwachsender Rohstoffe auf Stilllegungsflächen werden vom Deutschen Bauernverband (DBV) abgelehnt. Die angestrebte Vereinfachung der Verwaltung sei nicht durch Abschaffung des privaten oder des genossenschaftlichen Agrarhandel als aufnehmende Hand zu erreichen, bekräftigte Verbandspräsident Gerd Sonnleitner vergangene Woche in einem Schreiben an EU-Agrarkomissar Franz Fischler. Vielmehr stelle die vorgesehene Vertragsabwicklung mit dem Erstverarbeiter beispielsweise die Ölmühlen vor Kontrollanforderungen die diese nicht erfüllen könnten, so Sonnleitner. Auch würden ihnen durch die Neuregelung unkalkulierbare Anlastungsrisiken aufgebürdet. Die fast überwundene Erzeugerpreisspaltung zwischen Food- und Non-Food-Anbau würde durch "eine Überwälzung der Kosten für den Verwaltungsaufwand auf der Erzeugerstufe forciert", betonte Sonnleitner. Es sei unverständlich, warum der bewährte und kostenoptimierte Verwaltungsweg über den Agrarhandel aufgegeben werden soll. Es gelte vielmehr, Erfahrungen von Wirtschaft und Verwaltungsbehörden im Rahmen der Kommissionsinitiative zur Verwaltungsavereinfachung stärker zu berücksichtigen. (ED)
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