Kommissionsvorschlag bedeutete Aus für Tiermehlverfütterung

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Der jüngste Vorschlag der EU-Kommission, künftig bei Tiermehl nur noch solche Teile von Tieren zur Verfütterung zuzulassen, die auch für den menschlichen Verzehr geeignet seien, bedeute praktisch das Aus der Tiermehlverfütterung. Diese sei dadurch nicht mehr ökonomisch. Darin waren sich Dr. Martin Wille, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie Erwin Jordan, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit gestern Abend vor der Presse in Bonn einig. In der Regierungskoalition sei das Thema Fütterungsverbot für Tiermehl noch nicht vom Tisch. Bei einem vorangegangenen Informationsgespräch mit den Bundesländern und einem Expertengespräch habe eine breite Übereinstimmung darüber bestanden, keine nationalen Alleingänge in der BSE- und Tiermehlproblematik zu starten, sondern eine EU-weite Lösung anzustreben. (St)
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