Kompromiss bei Maisintervention


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Die Beratungen der EU-Mitgliedstaaten über die Zukunft der Maisintervention sind erst einmal abgeschlossen. Im Sonderausschuss Landwirtschaft (SAL) in Brüssel einigten sie sich auf einen Kompromiss. Im Jahr 2007/08 wird die Maismenge in der Intervention auf 1,5 Mio. t beschränkt und im Jahr 2008/09 auf 700.000 t. Ab dem Jahr 2009/10 soll die Obergrenze auf null gesetzt werden, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. In den ersten beiden Jahren soll die Menge, die ohnehin hoch angesetzt ist, nicht auf die einzelnen Mitgliedstaaten aufgeteilt werden, obwohl Polen und Bulgarien dies im Sonderausschuss forderten.

Für den Kompromiss der deutschen Ratspräsidentschaft stimmte im SAL eine qualifizierte Mehrheit. Lediglich Ungarn und Dänemark stimmten dagegen, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Weil die Stellungnahme des Europäischen Parlaments (EP) fehlt, sind die Beratungen noch nicht abgeschlossen. Es ist sogar wahrscheinlich, dass das EP im Plenum in der kommenden Woche in Straßburg das Verfahren verzögern wird. (Mö)

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