Die gute Stimmungslage der deutschen Landwirte hat sich laut einer DBV-Umfrage eingetrübt. Die Investitionsbereitschaft bleibt davon unberührt.

Dies geht aus dem jüngsten Konjunkturbarometer für den Monat Juni hervor. Der Index, der vom Deutschen Bauernverband (DBV) vierteljährlich erhoben wird, liegt aktuell bei 29,6 Punkten nach 35,3 Punkten im März. Der Grund liege vor allem bei niedrigen Erzeugerpreisen für Milch und Schweinen bei gleichzeitig gestiegenen Preisen von Futtermitteln.

Die Ernteerwartungen haben sich gegenüber der März-Erhebung leicht verbessert. Von den Energie-, Düngemittel- und Pachtpreisen geht aus Sicht der befragten Betriebsleiter unverändert der höchste Kostendruck aus. Nahezu unverändert gut werden die Rinder- und Getreidepreise bewertet.

Bei der Einschätzung der künftigen wirtschaftlichen Situation geht das Stimmungsbild unter den einzelnen Betriebsformen auseinander. Während die Futterbaubetriebe ihre Zukunftserwartungen deutlich zurückgeschraubt haben, blicken die Veredlungsbetriebe im Vergleich zur März-Erhebung positiver in die Zukunft. Schweine- und Geflügelhalter sind am zuversichtlichsten, gefolgt von den Ackerbauern und mit deutlichem Abstand von den Milchbauern.

Trotz der eingetrübten Stimmung ist die Investitionsbereitschaft der Betriebe im Jahresvergleich nahezu unverändert. Ein Drittel der Betriebsleiter gibt an, man wolle in den kommenden sechs Monaten investieren. Allerdings wird deutlich mehr in Maschinen und Geräte, erheblich weniger in erneuerbare Energien investiert. Das geplante Investitionsvolumen liegt mit 6,1 Mrd. € knapp unter dem entsprechenden Vorjahresstand von 6,3 Mrd. €. (hed)

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