Futtermittelsicherheit

Kontrollen sind überflüssig


Eigenkontrollen und Qualitätssicherungssysteme, die die Futtermittelunternehmen durchführen, sind ausreichend und stellen die sicher. Nach Angaben des Grain Clubs erfolgten im Jahr 2013 mehr als 420.000 Risikoanalysen über das QS-Futtermittel-Monitoring, hinzu kommen Analysen im Rahmen interner Monitoring-Maßnahmen (HACCP).

Dies alles zusammen genommen sei dreimal so viel wie die Anzahl an amtlichen Kontrollen, argumentiert der Grain Club in Richtung niedersächsische Landesregierung, die die Zahl der Kontrollen erhöhen will, um die Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit zu gewährleisten.

Auf harsche Kritik stößt die geplante Kostenpflicht für amtliche Routinekontrollen. "Gebühren in einem Bundesland führt zu Wettbewerbsverzerrungen für die im Bundesland ansässigen Unternehmen“, betont Wilhelm F. Thywissen, vom Grain Club.

In diesem Zusammenhang nennt Thywissen auch die in Nordrhein-Westfalen eingeführten Gebühren für die amtliche Überwachung von Düngemitteln und Saatgut. Um eine Lösung zur Finanzierung der Kontrollen zu finden, bietet der Grain Club gegenüber der niedersächsischen Landesregierung seine Gesprächsbereitschaft an.

In Brüssel wird derzeit die Verordnung über amtliche Kontrollen zur Überprüfung der Einhaltung des Lebensmittel- und Futtermittelrechts überarbeitet. Damit könnte eine EU-weite Regelung Basis für eine bundeseinheitliche Umsetzung in Deutschland sein.“ (da)


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