Kontroversen über GVO-Rückverfolgbarkeit

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Einen Vorschlag für die Rückverfolgbarkeit von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) hat die EU-Kommission am Dienstag in Straßburg entgegen ihrer vorherigen Ankündigung nicht vorgelegt. Es gebe innerhalb der Kommission noch zu große Kontroversen, hieß es zur Begründung. Die Generaldirektion für Umwelt denkt daran, dass bei allen Produkten aus GVO die Art des gentechnischen Eingriffes (Transformation Event) aus den Begleitpapieren hervorgehen muss. Auf diese Weise sollen Rückrufaktionen von GV-Lebensmitteln erleichtert werden. Ebenfalls soll dadurch eine Kennzeichnung von Lebensmitteln ermöglicht werden, in denen der gentechnische Eingriff nicht mehr nachweisbar ist, also zum Beispiel in raffinierte Speiseölen. Gegen eine solch umfassende Kennzeichnungsregelung gibt es aber innerhalb der Kommission in den Generaldirektionen für Industrie, Forschung und Handel erhebliche Bedenken. (Mö)
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