In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nur noch Unterstützung für Biohöfe oder Tierhaltungsbetriebe mit besonderer Berücksichtigung von Tierschutzaspekten.

Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, will keine Investitionsförderung mehr für konventionelle Mastbetriebe unterstützen. "Unsere Prioritäten sehen wir in der bodengebundenen, bäuerlichen Landwirtschaft, in Bio-Produkten sowie einer stärkeren Berücksichtigung tierschutzrechtlicher Aspekte."

16 Mio. € waren in diesem Jahr für die Agrarinvestitionsförderung in den Haushalt eingestellt. Das Geld ist jedoch bereits vergeben und hat selbst für den favorisierten Bereich nicht gereicht. Bereits seit März gelten die härteren Kriterien für die Vergabe von Fördergeldern. Neubauten in der konventionellen Geflügel- und Schweinemast sowie Biogasanlagen sind daher von der Förderung ausgeschlossen. Im kommenden Jahr wird sich die Fördersumme voraussichtlich wieder auf demselben Niveau wie 2012 befinden.

Um die Größe der Anlagen zu beschränken wird das förderfähige Investitionsvolumen zudem auf 1,5 Mio. € begrenzt (vorher 2 Mio.). Die maximale Fördersumme beträgt 375.000 €. Bezuschusst werden nur noch Unternehmen, deren Viehbesatz 2 Großvieheinheiten pro ha nicht überschreitet.

"Diese wichtige Änderung zielt auf eine bodengebundene Landwirtschaft ab und schließt reine Gewerbebetriebe, die nicht über Flächen verfügen, von der Förderung grundsätzlich aus", so der Minister. Voraussetzung für die Förderung ist unter anderem die Erfüllung zusätzlicher baulicher Anforderungen. Das bedeutet beispielsweise für Schweine ein zusätzliches Platzangebot von 20 Prozent oder zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten. Für Junghennen und Elterntiere muss es Sitzstangen und Scharrmöglichkeiten geben. Damit gehe Mecklenburg-Vorpommern über Anforderungen anderer Bundesländer hinaus.

Seit 1990 sind in die Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns – in Tiere, Stallanlagen, Technik und Boden – rund 8 Mrd. € investiert worden. Allein zwischen 2007 und 2011 wurden 935 Betriebe vom Land mit knapp 98 Mio. € unterstützt. (hed)
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