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Mit dem Konzept "Regionale Veredlung und Vermarktung von Produkten des ökologischen Landbaus" will sich der in Vorpommern ansässige Verein "Neue Wege Ziethen" am bundesweit ausgeschriebenen Modellprojekt-Wettbewerb "Multifunktionale Landwirtschaft und ländliche Entwicklung" beteiligen. Hinter dem Konzept stehen nach Angabe der Ostsee-Zeitung der Netzwerk Vorpommern e.V. (Greifswalder Naturkostladen und Ökomarkt), die Ursprung e.G. (Genossenschaft der Bio-Bauern), das Projekt Regina (Stadt Usedom) und der Förderverein Usedomer Achterland. Vorgesehen ist die professionelle Vermarktung von Bio-Produkten. Mit einbezogen werden Kühlläger und Gemüseveredlungsbetriebe. Hinzu kommt ein mobiler Schlachthof zur Verarbeitung von Öko-Fleisch sowie fahrende Landmärkte.

Einer der Initiatoren, Markus Maaß, sieht bei Bio-Produkten große Chancen für eine Vervielfachung der bisherigen Umsätze. Derzeit wirtschaften in Mecklenburg-Vorpommern 620 Betriebe nach den Vorgaben des ökologischen Landbaus. Laut Maaß sind die Öko-Bauern die einzigen, die Leute einstellen. Berlin oder Rostock sieht er nicht als große Märkte für einheimische Bioprodukte. An diesen Stellen hätten sich bereits Bio-Großhändler etabliert. Die Osterweiterung ermögliche jedoch Lieferungen nach Stettin. Wichtige Partner wären natürlich einheimische Hotels und Restaurants. Auch der Biohof-Tourismus sei im Konzept festgeschrieben. (Bm)
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