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Ein breites Bündnis niederländischer Erzeugerorganisationen will den Kartoffelmarkt zu Gunsten der Erzeuger wenden und von überzähliger freier Ware entlasten. Zu diesem Zweck gründeten die Land- und Gartenbauorganisation (LTO), die Vereinigung der Ackerbauer (VTA) und der Niederländische Ackerbaufachbund (NAV) die Stiftung Poolfonds Kartoffeln (SPA). Alle Erzeuger, die mehr als 5 ha Kartoffeln anbauen, wurden angeschrieben, sich an dem Pool zu beteiligen. In der kommenden Woche sollen in regionalen Erzeugerversammlungen dann Nägel mit Köpfen gemacht werden. Für besonders wichtig wird die Preistransparenz für den Handel freier Ware gehalten. Störende Partien will die Stiftung außerhalb des Marktes unterbringen. Die Erzeuger sollen über einen Poolpreis entschädigt werden, weil sich für die restliche Ware dann bessere Preise erzielen lassen. Sollte das System in den Niederlanden funktionieren, ist an eine Ausweitung in Belgien, Frankreich und Deutschland gedacht. (brs)
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