Kooperationen beim Netzausbau nutzen


Für EU-Energiekommissar Günther Oettinger sind erneuerbare Energien eine tragende Säule der Energieversorgung in Deutschland und Europa. Sie sollen dort erzeugt werden, wo sie ein großes Potenzial haben.

Auf einer Tagung zu Erneuerbare Energien rief Oettinger heute in Berlin dazu auf, die Entwicklung erneuerbarer Energieträger innovativ und kosteneffizient voranzutreiben. Die deutschen Pläne zur Energiewende bezeichnete er als "gehobene demokratische Form von Planwirtschaft", es müsse vielmehr europäisch gedacht werden. Insbesondere beim Netzausbau sei eine verstärkte EU-weite Kooperation notwendig. So könne auf lange Sicht auch vermieden werden, dass Strom noch teurer wird. Die Einführung des umstrittenen Biosprits E10 bezeichnete er als "Bauchlandung".

Die verschiedenen Förderregeln für erneuerbare Energien sollten dazu führen, dass ihre Entwicklung letztendlich vom Markt bestimmt wird, so Oettinger. Europaweit sollten erneuerbare Energien insbesondere dort erzeugt werden, wo sie besonders großes Potenzial hätten. Mit dem Energie-Fahrplan 2050 und ihrer Mitteilung zu den erneuerbaren Energien im Juni hat die EU-Kommission die tragende Rolle der erneuerbaren Energien für die europäische Energieversorgung aufgezeigt.

Oettinger rät der EU-Kommission von einem höheren Beimischungsanteil von 15 oder 20 Prozent nach 2020 ab.  (da)
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