Zahlen und Fakten

Kosten der Gentechnik


Auf Anfrage der Fraktion Die Linke  liefert die Bundesregierung Zahlen und Fakten zur Gentechnik. Der höchste Betrag mit insgesamt 16 Mio. € floss seit 2008 in die Grundlagenforschung, obwohl 2013 und 2014 keine Förderbeträge investiert wurden. Die Kosten zur Risikobewertung der biologischen Sicherheit von gentechnisch veränderten (GV-) Pflanzen übernahm das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Weitaus geringere Kosten fallen in anderen Bereichen an. Von 2008 bis 2011 investierte der Bund rund 81.000 € in Genehmigungsverfahren zur Freisetzung GV-Sorten. Seither ist die Zahl der Freisetzungsversuche rückläufig. Im Jahr 2013 fanden erstmals seit 20 Jahren keine Freilandversuche mit GV-Pflanzen statt.

Auch die Pflege des gesetzlich vorgeschriebenen Standortregisters kostet Geld. Insgesamt verwendete der Bund zwischen 2008 und 2014 für Personal-, Materialkosten und Lizenzgebühren 192.000 €. Außerdem trägt er die Kosten für die jährliche Kontrolle von Pflanzen auf Kontamination mit GV-Material. Der geschätzte Aufwand betrug 11.200 € für Personal- und Sachmittel von 2008 bis 2014.

Die Höhe zahlreicher Aufwendungen bleibt jedoch offen, so das Ergebnis im Rahmen der kleinen Anfrage im Bundestag. Die Bundesregierung begründet dies mit der Länderzuständigkeit. Dies betrifft beispielsweise Kosten zur Überwachung des Gentechnikgesetzes, die in der Lebens- und Futtermittelindustrie anfallen. (has)
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