Kosten senken in Osteuropa

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Für die großen Agrarbetriebe in den neuen EU-Mitgliedsländern Polen, Tschechien und Ungarn ist in den kommenden Jahren die Kostensenkung das wichtigste Unternehmensziel. Das Wachstum des Betriebes spielt dagegen eine untergeordnete Rolle. Für den DLG-Trendmonitor wurden im vergangenen Jahr über 100 Agrarbetriebe mit einer Größe von mehr als 100 ha zu ihrer gegenwärtigen Stimmungslage und den Plänen für die Zukunft befragt. Die Geschäftslage des eigenen Betriebes sei in allen drei Ländern 2004 besser eingeschätzt als im Jahr zuvor, sagte Dr. Claus M. Brodersen, Geschäftsführer des DLG-Fachzentrums Land- und Ernährungswirtschaft, kürzlich bei einer Tagung zum Thema EU-Osterweiterung in Verden, organisiert vom Niedersächsischen Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft und dem Europäischen Informations-Zentrum Niedersachsen. Investiert werden soll in den befragten Unternehmen zunächst vor allem in den Ackerbau. An erster Stelle steht dabei die Neuanschaffung von Traktoren. Bei der Tierhaltung werden in Polen und Tschechien am häufigsten Neubauten von Kuhställen genannt. Ungarische Betriebe wollen dagegen eher in neue Fütterungstechnik investieren. In allen Ländern ist der Wille erkennbar, die Tierbestände aufzustocken, das soll allerdings meist auf niedrigem Niveau geschehen. So will ein Drittel der befragten Unternehmen in Polen die Anzahl der Tiere erhöhen. Nur 15 Prozent dieser Gruppe planen eine Aufstockung des Bestandes um 200 Tiere, 45 Prozent wollen weniger als 50 Tiere zusätzlich halten. (SB)
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