Kräftige Kursverluste an den Agrarmärkten

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Kräftige Kursverluste beim Weizen und Raps, nachgebende Finanzmärkte sowie deutliche Preisabschläge beim Rohöl bestimmen heute die Situation an den europäischen Agrarmärkten. Die Kurse rutschten kräftig nach unten. Die Erhöhung der australischen Ernte beim Weizen sowie Regenfälle in den Trockengebieten Chinas drückten die internationalen Kurse für Getreide und Ölsaaten. Die südamerikanische Sojaernte wird zwar niedriger geschätzt, die Bedingungen insgesamt haben sich aber verbessert. An der Matif, Paris, ist der Rapsfutures mit 281,50 Euro/t um 6,25 Euro/t gefallen. Am Handelsplatz Hamburg bewegen sich die Rapspreise für die Lieferung im Februar-März um 280 Euro/t franko. Beim Weizen sind die Kurse um 3,75 Euro/t auf 144 Euro/t für den Februar-Termin gesunken. In Hamburg fielen die Kurse für B-Weizen erstmals seit sechs Wochen wieder unter 150 Euro/t franko für die Lieferung im März 2009 zurück.

Ein Teil der Erzeuger hat gerade noch rechtzeitig vor dem Preisrutsch Getreide vermarktet. „Auf den ostdeutschen Großbetrieben wurde zuletzt stramm Getreide verkauft“, hieß es bei einem Erfassungshändler gegenüber ernährungsdienst.de. Allein in den ostdeutschen Bundesländern wurden in den vergangenen zehn Tagen knapp 200.000 t meist B-und A-Weizen in der Landwirtschaft gehandelt. Die Restlagerbestände in dieser Region werden auf nur noch 25 Prozent bis 30 Prozent der Ernte 2008 geschätzt. (Ps)

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