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Einen Bruch in der Wertschöpfungskette befürchtet DBV-Vizepräsident Franz-Josef Möllers, wenn die Erlös-Kostenschere in der Schweineproduktion weiter auseinander klafft. Um die Futterkosten zu senken, fordert er von der Politik klare Entscheidungen. "Die Ferkelerzeuger kämpfen derzeit in Folge der drastisch gestiegenen Futterkosten ums Überleben. Statt kostendeckender Erlöse von rund 65 € je Ferkel erzielen sie zum Teil nicht einmal 30 €." Dies sagte Franz-Josef Möllers, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und Vorsitzender des DBV-Fachausschusses für Schweinefleisch, gestern auf dem Schweinehandelstag auf Burg Warberg.

Um einen drohenden Bruch in der Wertschöpfungskette zu vermeiden, müssten die Erzeugerpreise im Gleichklang mit den gestiegenen Futterkosten schnellstmöglich steigen, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst heute. "Ich appelliere an den Handel, unser Fleisch nicht weiter unter den Produktionskosten zu verkaufen", sagte Möllers. Darüber hinaus forderte er die Bundesregierung auf, die bisher verschlossenen Exportmärkte nach China und anderen asiatischen Ländern schnellst möglich zu öffnen. "Das Landwirtschaftsministerium muss sich auf diese Zukunftsmärkte zusammen mit der CMA und den exportorientierten Unternehmen besser ausrichten. Wir brauchen endlich konkrete Lieferabkommen", forderte Möllers. (ED)

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